29 – Zuckerfrei Teil 2 – Bergfest, leicht genervt…

Hallo Ihr Lieben,

nun ist doch tatsächlich schon die Hälfte der Zuckerfrei-Challenge vorbei… Das gibt es ja fast gar nicht. Und ich lebe immer noch, zuckerfrei. Also das hätte mir am 31.12. um kurz vor 24.00 Uhr jemand sagen sollen, dass ich das durchhalte. Mittlerweile bin ich auch zu einem richtigen Spürhund geworden: Ihr glaubt ja gar nicht, worin alles Zucker enthalten ist. Klar, den Klassiker Ketchup, den kennen wir alle, aber (milder & Medium) Senf? Und ja, die anderen Sößchen sind auch zuckerbelastet – geschenkt. Aber pflanzlicher Sahneersatz?

Ich finde schon, dass ich gelassener geworden bin. Belastbarer. Fühle mich wirklich gut. Aber diese ewige Kontrolle, bei den Zubereitungen, die ich zum Kochen benutze, die stresst schon ein wenig. Klar, ich könnte es ja auch sein lassen, aber das ist ja die Challenge. Bei vielen Dingen erwarte ich mittlerweile Zucker als Inhaltsstoff und täusche mich wirklich selten. Aber die Lebensmittelindustrie kann mich doch immer wieder verblüffen. Eines von vielen Beispielen: ich nehme seit ich das Intervall-Fasten mache, anstelle von Sahne ein Sojaprodukt. Sogar in der Lightversion. Diesen Tipp gab mir meine Freundin und seitdem benutze ich das sehr gerne, denn das in der Kühltheke befindliche pflanzliche Gegenstück zu Sahne (das es zum Kochen und Schlagen gibt, you know) ist mir zu chemisch, da sind mir viiiiiiiiiel zuviele Komponenten drin, die ich nicht sinnvoll finde und auch nicht essen möchte. Also dieses von mir geliebte Produkt, das mich so manche Fett-Kalorie einsparen ließ in den letzten Monaten, enthält Zucker! Steht ordentlich auf der Zutatenliste. Also nicht im Soja einfach enthalten, sondern tatsächlich extra zu gefügt. WARUM? Echt schade.

Gut, ich könnte jetzt ja auch das Naturprodukt die einfache Sahne nehmen.

Aber es hat mich echt gefuchst und ich habe akribisch sämtliche Zutatenliste vergleichbarer Produkte durchforscht. Und siehe da, ich wurde fündig. Es gibt einen Sahneersatz auf Haferbasis – bei 7% Fett, also eine super Alternative und alles ist wieder im Lot.

Und ganz ehrlich, ich bin schon genervt. Zum einen von der Lebensmittelindustrie, weil man sich, sobald vorgefertigte oder teilvorgefertigte Lebensmittel im Spiel sind, nicht vor Zucker retten kann. Und ich finde es sooft mittlerweile verblüffend unsinnig. Genervt bin ich aber auch, was es für einen Stress bedeutet, ständig darüber nachdenken und kontrollieren zu müssen, ob in irgendwas Zucker enthalten sein könnte. Wenn ich nicht sowieso wenig Fertigprodukte essen würde, könnte meine Challenge gar nicht stattfinden.

Daher habe ich für mich beschlossen, dass ich nach den 4 Wochen der Challenge wahrscheinlich auch weiterhin auf Zucker in seiner Reinform und in Süßigkeiten, Kuchen etc. so weit wie möglich verzichten werde…. AAAAABER ich lasse mal die „Kirche im Dorf“ und werde zukünftig nicht mehr auf Meerrettich, Senf usw. verzichten. Das wird mir zu kompliziert, das stresst und ärgert mich, macht einfach keinen Spaß.

Was ich aber weiterhin ausklammern werde, sind offensichtliche Zuckerfallen in vermeindlich „gesunden“ Lebensmitteln wie z.B. Fruchtsäfte. Ist Euch bewußt, dass das ach so gesunde Glas Orangensaft zum Frühstück nahezu genauso viel Zucker enthält wie ein Glas Cola? Da macht unser Körper keinen Unterschied!!

In einem Glas Orangensaft sind tatsächlich 11 Stücke Würfelzucker enthalten – nur gut ein Stück Würfelzucker weniger als in einer vergleichbaren Menge Cola. Es spielen hier die sekundären Inhaltsstoffe des Orangensaft kaum eine Rolle, denn sie sind so gut wie nicht mehr enthalten. Der Vitamin Cgehalt ist niedrig, Ballaststoffe sind kaum vorhanden (auch bei Orangensaft mit Fruchtfleisch!). Anders verhält es sich, wenn ich Orangen als Frucht essen würde! Ein Glas Orangensaft entspricht ungefähr 3 Orangen.

Aber wer isst schon 3 Orangen am Stück??

Wir würden eher aufhören zu essen, denn die Ballaststoffe machen uns satt und so reguliert sich die Zuckeraufnahme schon von ganz alleine. Außerdem helfen die Ballaststoffe aus den Zellwänden der Orange dabei, den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Und dies ist positiv für die Insulinaussschüttung, den Zuckerstoffwechsel und letzendlich besonders für unser Bauchfett.

Zu diesem Thema mehr, im nächsten Blogpost!

Fazit: in jeder Form ist Zucker für uns nicht gesund. Die Menge Glucose, die wir für unsere Muskel- und Gehirnleistung dringend benötigen -und Glucose ist nunmal unser Hauptbrennstoff- muss nicht durch Industriezucker, egal in welcher Form, zugeführt werden, sondern in Form von Gemüse, Salat, Obst, Getreide, Hülsenfrüchten usw.  Denn in seiner ursprünglichen Form (als z.B. ganze orange)ist Glucose für uns sehr wichtig, aber nicht isoliert z.B. als Fruchtsaft!

Es ist, was es ist: ZUCKER. Egal wie es aussieht.

 

In diesem Sinne, auf in die 3. Woche! Lasst es Euch gut gehen, Liebste Grüße

Eure Nicole

Darauf erstmal einen Kaffee – natürlich zuckerfrei.

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