28 – Zuckerfrei Teil 1 oder wie ich die erste Woche überlebt habe

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr hattet eine gute Woche! Wie versprochen kommt hier der erste Teil meines „Zuckerfrei-Tagebuches“ und ich werde Euch wöchentlich ein kurzes Update geben, wie es mir und meinem Körper ohne Zucker geht und wie schwierig es ist, tatsächlich auf Zucker im Alltag zu verzichten. Denn wenn Ihr Euch mal die Zeit nehmt und schaut Euch die Zutatenliste sämtlicher Lebensmittel an, die z.B.  auf Eurem Frühstückstisch stehen… Ihr werdet Euch wundern, worin Ihr Zucker findet…..

Vielleicht zuerst mal zu den mir selbst auferlegten Spielregeln in meiner Challenge:  „31-Tage-ohne“:

  • es darf kein Industriezucker und seine Ableger im Lebenfsmittel enthalten sein, dh. auf der Zutatenliste (!) zu finden sein
  • Zucker und seine Ableger darf nur in natürlicher Form mit den sonstigen Pflanzenbestandteile gegessen werden, wenn er in der Pflanze enthalten ist
  • aber nicht in isolierter Form, also Obstsäfte sind tabu

D.h. im Klartext, daß ich nicht auf Zucker in seiner natürlichen Umgebung z.B. in Gemüse und Obst verzichtet habe. Obst esse ich natürlich schon, aber sowieso nicht in rauhen Mengen. Bei Salat und Gemüse sieht das Ganze natürlich schon anders aus und wenn ich jetzt wirklich hier auf Zucker verzichten wollen würde, dann hätte ich 31 Tage nicht gesund essen können. Darum geht es ja auch nicht. Es geht um Industriezucker in erster Linie! Daher, wenn Ihr sowas auch mal vorhabt, lasst Euch nicht irritieren, wenn bei der Nährstofftabelle Zucker aufgeführt ist (Kohlenhydrate …davon Zucker..), aber Ihr in der Zutatenliste nichts von Zucker findet. Wenn das so ist, dann könnt Ihr dieses Lebensmittel trotzdem essen.

Ja und es ist schon erstaunlich, worin sich Zucker überall findet.  Für mich heißt es aktuell:

  • keine Wurstwaren (fragt mal bei Eurem Metzger nach)
  • keine (Fertig-) Soßen
  • keine Süßigkeiten und Knabberkram (schaut mal auf die Chipstüte)
  • keine Softdrinks, Cocktails
  • keine Fertigbackwaren
  • und das ist nur ein kleiner Überblick…

Ich habe mich in den letzten Tagen wirklich so oft gefragt: Warum ist da jetzt Zucker drin????? Das sind teilweise Lebensmittel, bei denen ich, wenn ich selber koche, nie Zucker hinzufügen würde….. also warum?

Im Klartext bedeutet das: SELBERKOCHEN!

Ja, geht nicht immer. Ich hatte jetzt in der ersten Woche noch Urlaub. Schauen wir mal, wie es in den kommenden 3 Wochen wird, wenn mich der Alltag und die beruflichen Verpflichtungen so richtig im Griff haben. Der Gang zum Bäcker wird schon schwierig –um ehrlich zu sein unmöglich-, ich werde mir immer Essen mitnehmen müssen. Aber wie ich dieses Problem löse, werde ich Euch dann nächste Woche berichten.

Wie geht es mir?

Nun, ich bin ja eine bekennende Naschkatze und tatsächlich die Einzige hier im Haushalt, die suuuuuuuuuuuuuper gerne Süßigkeiten isst und sie auch nur für mich einkaufe. Da ich aber auch hauptsächlich für den Einkauf zuständig bin, habe ich einfach schon im  Dezember nichts mehr eingekauft, was mir gefährlich werden könnte.

Nun….ich bin selbst erstaunt. Mir geht es gut. Ja, tatsächlich habe ich deutlich weniger Heißhunger auf Süßigkeiten, als ich dachte. Auch keine schlechte Laune, also nicht im mehr als sonst. Ich habe mich auf Nüsse konzentriert (das Höchste der Gefühle mal geröstet und gesalzen), die ich auch immer mit mir herumschleppe, so als Notnagel, wenn es zwischendurch mal schwierig werden könnte.

Einzig am Mittwoch, da war ich mit einer meiner besten Freundinnen im Kino und ich habe -anstatt des von mir bestellte Wassers- APFELSCHORLE im Trinkbecher gehabt. Ich muss Euch sagen, das war tatsächlich so ein wenig, als wenn Du einem Vampier ein Tröpfchen Blut einflösst…. Nachdem mich dieser Zuckergeschmack explosionsartig überrollt hat, bin ich regelrecht hektisch geworden. Am liebsten hätte ich den Inhalt meines Mundes komplett im Foyer ausgespuckt –was ich natürlich nicht getan habe.

Also bin ich im Stechschritt zurück und habe den Menschen hinter der Popcorntheke angeschaut, als hätte er mir Salzsäure in den Becher gefüllt…

Und natürlich gestern Abend….. wir waren auf einer Geburtstagsfete eingeladen und überall standen Chips, ummantelte Nüsse, Flips usw.  Einmal hatte ich meine Hand schon fast drin, während einer Unterhaltung…WARUM? Einfach so. Die Getränkeauswahl zuckerfrei zu gestalten, finde ich dagegen sehr einfach. Ich bin eh kein Softdrink-Fan; dieser Part war für mich ohne Probleme zu bewältigen.

Fazit von Woche 1:

Ich lebe noch. Und ich bin erstaunt, wie einfach es tatsächlich für mich ist. Oft ist es bei mir nur Gewohnheit, die mich an Süßkram denken lässt. Da es bei mir selten Fertigprodukte gibt, kann ich hier den Zuckerkonsum gut umschiffen und alle anderen Lebensmittel wie z.B. Wurstwaren esse ich jetzt einfach gar nicht mehr- aber da habe ich in den letzten Monaten  sowieso schon zurückgeschraubt.

Ich fühle mich energiegeladen und vielleicht über Tag auch weniger müde. Das werde ich mal weiter beobachten, ob ich mir das nur einbilde oder ob das vielleicht tatsächlich mit meiner zuckerfreien Zeit zusammenhängt. Ist mein Bauch flacher geworden? Ja, da scheint sich auch was zu tun.

In diesem Sinne, schaut mal auf Eure Lebensmittelverpackungen – Ihr werdet Euch wundern, worin sich Zucker alles versteckt.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche. Eure Nicole

P.s. Lieben Dank für die tollen Feedbacks zu meiner neuen Seite. DANKE, DANKE, DANKE!!

Darauf erstmal einen Kaffee. Natürlich ohne Zucker……

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